Magnetschmuck erfreut sich derzeit immer größer werdenden Beliebtheit. Der Grund ist, dass dem Magneten heilende Kräfte nachgesagt werden. Doch Magnetfelder sind vorteilhaft für unsere Gesundheit und allein das Anlegen von Magnetschmuck kann das Allgemeinbefinden verbessern? Schon Hippokrates beschrieb in der Antike den Einsatz magnetischer Steine. Die Feststellung der Heilkraft von Magneten in der Neuzeit, auf dem europäischen Kontinent, wird der Äbtissin Hildegard von Bingen nachgesagt. Sie entdeckte bereits im 12. Jahrhundert, dass die Verwendung von Magneten bei der Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden positive Wirkungen erzielen. Hildegard von Bingen erkannte eine schmerzlindernde, entkrampfende und den Heilungsprozess fördernde Wirkung. Auch den Chinesen war die Heilkraft der Magnete schon vor Jahrtausenden bekannt. Sie nannten Magnete, „Chu shi", den "liebenden Stein". Sie setzten die Wirkung der Magnete zur Heilung und Schmerzlinderung lange vor der Entdeckung in Europa ein. Seit Tausenden von Jahren ist der Biomagnetismus in der Traditionellen Chinesischen Medizin ein wesentlicher Fachbereich.
Magnetismus ist ein physikalisches Phänomen, das sich unter anderem als Kraftwirkung zwischen Magneten, magnetisierten bzw. magnetisierbaren Gegenständen und bewegten elektrischen Ladungen wie z.B. in stromdurchflossenen Leitern äußert. Die Vermittlung dieser Kraft erfolgt über ein Magnetfeld, das einerseits von diesen Objekten erzeugt wird und andererseits auf sie wirkt.
Magnetfelder entstehen bei jeder Bewegung von elektrischen Ladungen. Das ist Grundlage von Elektromagneten. Zudem existiert das magnetische Moment von Elementarteilchen als Folge ihres Spins, was zu Dauermagneten und anderen magnetischen Eigenschaften von Festkörpern, aber auch Flüssigkeiten und Gasen führt.
Der Magnetismus ist ein Teilgebiet des Elektromagnetismus, welcher eine der vier Grundkräfte der Physik repräsentiert.
Der Biomagnetismus beschäftigt inzwischen auch die Schulmedizin im Zuge der Magnetfeldtherapie mit der Wirkungsweise von Magneten. 1994 hat das Nationale Institut für Gesundheit in den USA hierzu die neue Begriffe „Biofeld“ und Biomagnetismus kreiert. Die Erforschung des Biofeldes befasst sich mit kaum wahrnehmbaren Energien von magnetischen Feldern, die den menschlichen Organismus innewohnen und diesen durchdringen. Diese Energie belebt den menschlichen Körper und hält ihn „in Schwung“. Ein ausgeglichenes, harmonisches Biofeld ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir uns vital und gesund fühlen. Gerät das Biofeld aus dem Gleichgewicht sind die Folge Müdigkeit, Erschöpfung und Krankheit. Schnell wird klar, wie viel Einfluss die magnetischen Biofelder auf unsere Gesundheit haben. Gestört werden diese magnetischen Felder im Alltag vor allem durch elektromagnetische Störfelder, die von Computermonitoren, Handys und vielen weiteren elektrischen Geräten ausgehen. Aber auch Stress und Ärger und Emotionen wie Ängste und Sorgen, haben eine elektrische Ladung, die das sensible Magnetfeld des Körpers negativ beeinflussen.
Viele Gesteine haben magnetische Eigenschaften. Das Erdmagnetfeld, nach dem sich Kompassnadeln ausrichten, entsteht jedoch nur zu einem geringen Teil durch solche magnetisierten Gesteine in der Erdkruste, sondern durch tieferliegende Strömungen von elektrisch leitender Materie, also konkreten, makroskopischen Strömen. Die Richtung und Stärke magnetischer Kräfte kann man durch Feldlinien anschaulich darstellen. Ein Magnet ruft ein Magnetfeld hervor und wird von diesem durchströmt. Die Oberflächenbereiche, die vom überwiegenden Teil des Magnetfeldes durchflossen werden, heißen die Pole des Magneten; nach gängiger Konvention treten die Feldlinien am Südpol in den Magneten ein und am Nordpol aus, in den beschreibenden Formeln wird aber das normale mathematische Vorzeichen verwendet.